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vor 2 Jahren

Theater Trier Spielzeitheft 2019/20

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Das Theater Trier präsentiert die neue Spielzeit 2019/20 mit einem bunten Programm. Mit beliebten Klassikern und der ein oder anderen Überraschung im Programm wird es definitiv eine aufregende Saison.

SCHAUSPIEL SCHAUSPIEL

SCHAUSPIEL SCHAUSPIEL PREMIERE 27.09.2019 EUROPÄISCHE KUNSTAKADEMIE 19:30 Uhr Nathan der Weise DRAMATISCHES GEDICHT VON GOTTHOLD EPHRAIM LESSING Was heißt denn Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude als Mensch? Schauplatz Jerusalem: Auf die heiligen Stätten erheben Islam, Christentum und Judentum gleichermaßen Anspruch. Wie kann hier ein friedliches Zusammenleben gedeihen? Können Einsicht, Toleranz und Weisheit die Welt verändern? Kann Liebe zwischen den Fronten vermitteln? Während des dritten Kreuzzugs erklärt der muslimische Sultan Saladin einen Waffenstillstand in der Stadt. Muslime, Christen und Juden sollen friedlich und in Harmonie leben. Der Jude Nathan – von den Christen verachtet, von den Muslimen ausgenutzt – ist ein weiser und wohlhabender Kaufmann. Einst verlor er seine Frau und sieben Söhne bei einem Pogrom, nun wurde ein Anschlag auf sein Haus verübt, den seine angenommene Tochter Recha nur Dank der Rettung durch einen christlichen Tempelritter überlebt. Eine mögliche Liebe zwischen Recha und dem Templer setzt eine gefährliche Reaktion in Gang, während Nathan von Saladin unter Druck gesetzt wird: Der Sultan benötigt Geld; eine Forderung, mit der er Nathan mit der Frage nach der wahren Religion konfrontiert. Nathan kann mit der Ringparabel, dem legendären Gleichnis von Toleranz zwischen den Religionen, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Ihm gelingt es mit Geschick, Geld und Geduld alle Konflikte zumindest vordergründig zu entschärfen – doch die Beteiligten werden von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Nathan der Weise ist das zentrale Werk der deutschen Aufklärung und hat in Zeiten wachsender fundamentalistischer Parolen nichts an Aktualität eingebüßt. Lessings Werk von 1779 ist ein Manifest von Menschlichkeit und Respekt und heute so aktuell wie damals. INSZENIERUNG Andreas von Studnitz AUSSTATTUNG Beate Zoff 68 69

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