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vor 4 Jahren

saar-scene Juni 06/14

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4 titel Guano Apes

4 titel Guano Apes Unsere Songs werden immer nach Apes klingen Die mit Unterbrechungen seit 1990 aktiven Guano Apes aus Göttingen gelten als eine der erfolgreichsten deutschen Bands der jüngeren Vergangenheit. Seit ihrem sensationellen Debüt „Proud Like A God“ aus dem Jahr 1997 ist viel passiert: Auflösung und Neugründung, Comeback 2011 mit dem Album „Bel Air“ und jetzt will man den weltweit über vier Millionen verkauften Tonträgern mit der aktuellen CD „Offline“ weitere hinzufügen. Die Chancen dafür stehen gut, denn was Sängerin Sandra Nasic, Gitarrist Henning Rümenapp, Schlagzeuger Dennis Poschwatta und unser Gesprächspartner, Bassist Stefan Ude aktuell abliefern, klingt nach einem selbstbewussten Statement.

Blicken wir noch einmal auf die Anfänge der Guano Apes zurück, wie, wann und mit welchen Genres kam es zur Gründung der Band? Henning, Dennis und ich haben die Gunao Apes 1990 als Trio gegründet, 1994 hat Sandra dann das Quartett komplettiert. Stilistisch haben wir versucht das zu spielen, was uns auch musikalisch geprägt hat: Alternative Rock und Crossover. Mit Hits wie „Open Your Eyes“ und „Lord Of The Boards“ (einer Auftragskomposition für die Snowboard-Weltmeisterschaft) ist eine ganze Generation von Musikkonsumenten aufgewachsen. Sind diese Stücke auch heute noch fester Bestandteil einer Guano Apes-Liveshow? Zweifelsohne haben sie unseren Erfolg begründet, waren Garant für Auszeichnungen wie den VIVA COMET, den MTV Europe Music Award oder den ECHO. Es folgten dann zwar noch viele weitere Höhepunkte, auch die zweite und dritte CD fand sich an der Spitze der deutschen Charts wieder, aber wir haben unsere Wurzeln bis heute nicht vergessen. Und deshalb sind diese Stücke auch in einer zeitgemäßen Version noch immer im Programm. 2006 war die Luft raus, es kam zur einer Auflösung, die ihr 2009 mit dem Comeback rückgängig gemacht habt. Wie habt ihr diese Gunao Apesfreie Zeit genutzt? Grund für die Auflösung waren persönliche und finanzielle Meinungsverschiedenheiten, wir hatten die Jahre davor einfach zu viel Zeit miteinander verbracht. Also haben wir uns auf Soloprojekte konzentriert, Zeit verstreichen lassen und schließlich gemerkt, dass uns die anderen doch irgendwie fehlten. Klar hatten wir uns verändert, waren gereift und so haben wir uns mit einigen Sommer-Festivals in Europa wieder aneinander herangetastet. 2011 wurde das Comeback mit dem Album „Bel Air“ besiegelt und eine neue Gunao Apes-Ära hatte begonnen. Seid ihr von da an das Musikmachen lockerer angegangen? Jeder hatte jetzt ein eigenes Leben, mit Familie, Jobs in Projekten, als Dozent oder Produzent. Das Weitermachen stand unter anderen Vorzeichen, konnte entspannter angegangen werden. Was nicht heißt, dass wir unsere Fähigkeiten, vor allem live eingebüßt hatten. Da waren wir noch immer 100% fleißig, emotional und stimmungsvoll. Was zeichnet denn das neue Album „Offline“ aus. Wie ist es entstanden? Viele der Songs sind im Januar 2013 in einem Haus im Harz geschrieben worden. Danach hat Sandra in Berlin an den Texten gearbeitet, es wurde zwischen Göttingen und München weiter an den Arrangements getüftelt. Und am Ende wurde „Offline“ unter der Regie von Philipp Hoppen (Kraftklub, Marteria) und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots) eingespielt. Mit welchen Besonderheiten muss man da als Hörer rechnen, was erwartet einem auf dem Album bzw. auf den einzelnen Tracks? „Offline“ ist musikalisch sehr offen geworden, es musste nicht mehr so 1:1 zwischen Studio und live klingen. Wir sind wieder rockiger geworden, aber auch kantiger. Und Sandras Stimme deckt viele Stile ab, das steht auch mal HipHop neben Crossover, der Wechsel zwischen hart und zart kommt in der richtigen Mischung rüber. Es gibt den ein oder anderen Singleanwärter wie „Close To The Sun“ oder „Hey Last Beautiful“, aber „Fake“, „Numen“ oder „Jiggle“ haben alle auch ihren ganz besonderen Reiz. Eine Band wie die Gunao Apes war eine der ersten deutschen Gruppen, die besonders intensiv das Internet nutzten. Daran hat sich bis heute Nichts geändert? Ja, das stimmt. Unser Designer Friedel Muders bekam 2001 für die Webseite sogar einen ECHO. Natürlich ist es 2014 wichtig eine gute Webseite zu haben, in den Social Media-Bereichen up to date zu sein und überhaupt den Kontakt zu den Fans zu pflegen. Und eine Major-Firma wie Sony Music ist dabei sehr hilfreich, auch wenn unser Album-Titel „Offline“ alle ermutigen sollte, dem Informations- Overkill durch gelegentliches Abschalten temporär zu entkommen. Hohe Chartpositionen waren bei den Guano Apes auch immer durch die Live-Präsenz vorprogrammiert. Tritt man nach fünf Alben und 20 Jahren jetzt etwas kürzer? Wir können von unserer Musik leben und das macht uns alle froh, dazu gehört auch die Bühnen- Präsenz. Im Mai spielen wir eine kleine Russland- Tournee, dann folgen ausgewählte Open Air-Festivals und im Herbst geht es auf Europa-Tournee. Die Leidenschaft live zu spielen werden wir auch mit „Offline“ beibehalten. Text: Frank Keil Foto: Sony Music / Harry Weber www.guanoapes.org

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